Nebel des Vergessens

Wie sehr ich euch doch vermisse! Wie gerne bin ich durch Deutschland gefahren, um euch zu besuchen und euch zu sehen.

Die Jahre bringen das Vergessen. Gibt es noch Hoffnung in dieser Odysee von Krankheitssymptomen und Behandlungen? Gibt es noch ein Danach.

Mein Leben war reich – reich an Erfahrung. Ich habe jeden Atemzug genossen. Ich habe das Beste daraus gemacht. Ich hatte Ziele und ich habe sie erreicht. Es sind Bilder und Gefühle, die bleiben. Der Rest schwindet – langsam – im Nebel des Vergessens.

Oft frage ich mich nach dem, was bleibt?! Ein neuer Atemzug. Ein letztes Mal? Ein neues Aufbäumen des Lebens – weiter, immer weiter. Ein Fluss von Gedanken und Gefühlen. Wie wichtig alles zu sein scheint. Inzwischen verwalte ich eine Krankheit und die Anfragen von Institutionen, die sich soziale Absicherung nennen, stehen vor der Tür.

Gibt es noch etwas zu tun? Ist noch etwas nicht versucht worden? Von mir? Muss‘ ich mich noch ein kleines Bisschen dehnen – ein kleines Bisschen über meine Grenzen gehen? Wohin?

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