Dr. Joe Dispenza

Geist und Körper

Meditation

Es gibt nur eines, das mich die vielen Alltage seit der Erkrankung überstehen lässt: die Meditation.

An dieser Stelle bin ich meinen Lehrern dankbar, die mich dem ‚Geist‘ näher gebracht haben. Dazu gehören Sogyal Rinpoche, Richard Stiegler, Ram Daas, Shapiro und Mooji. Hätte ich nicht immer wieder diese Praxis des Sitzens in meinem Leben geübt, wüsste ich nicht, wie sich mein Geist jetzt im Krankheitsfall mit eingebildeten Geschichten und Zukunftsängsten überschlagen würde.

Seitdem die Wissenschaft die Quantentheorie erforscht und die Religionen ihre Alleinstellungsrechte aufgeben, ist wieder Platz, den Geist weiter zu untersuchen. Wer bestimmt die Welt, in der wir leben? Wer bestimmt, ob ein Körper krank oder gesund ist? Vieles können wir nach außen projizieren. Dann schieben wir die Schuld auf die Politiker oder das Klima oder die Waschbär-Plage. Schnell fallen wir dann in einen Zustand der Ohnmacht. Unzählige Male ist mir das mit meiner Erkrankung passiert. Ein Freund machte bei einem unserer letzten Treffen eine besondere Handbewegung und sagte: du musst dir deine Macht zurückholen.

Das und vieles Andere führte dazu, dass ich eine neue Form von Visualisationen begann, zu praktizieren. Es sind die Übungen von Dr. Joe Dispenza. In seinem Umfeld tauchen ein paar weitere Vertreter einer neuen Denkweise auf. Dr. Bruce Lipton – ein Entwicklungsbiologe und Stammzellforscher – vertritt die Auffassung, dass nicht die Gene, sondern das Lebensumfeld der Zelle über deren Gesundheit entscheidet. Gregg Braden verbindet Religion und Wissenschaft und Deprak Chopra – ein amerikanischer Arzt – verbindet Heilung und Quantenphysik.

Auch Dr. Joe Dispenza erklärt das Quantenfeld als eine wichtige Entdeckung und spricht in diesem Zusammenhang einen seiner Schlagsätze aus: „Geist über dem Körper“ (Mind over matter). Damit besteht im unendlichen Feld die Möglichkeit für alle nur denkbaren Szenarien, die in der Materie eintreten können. Seine Botschaft ist, dass wir uns mit diesen Szenarien bereits jetzt verbinden können und sie so auf die Bildfläche der physischen Welt bringen.

Dieser Ansatz fasziniert mich. Er erweitert meine Meditationserfahrungen und birgt die Chance auf Heilung. Einen Versuch finde ich es wert. Schon nach ein paar Wochen fühle ich ein stärkeres Gefühl der Ausgeglichenheit, auch wenn die physischen Symptome noch präsent sind. Ich beginne mit den Visualisationen zu spielen. Ich beginne neue Erfahrungen mit Energien und meinem Geist zu sammeln.

Tatsächlich gibt es ein Feld, jenseits meines gelebten Seinszustands. Rumi formulierte es so:

Jenseits der Reichweite
von Richtig und Falsch
liegt ein Feld
Dort werde ich dich treffen

Dieses Feld gewinnt an Bedeutung in meiner Meditation und in meinen Visualisationen. Eine alte Sehnsucht erwacht, Gott und dem Universum nahe zu sein. Ich intensiviere meine Sitzpraxis.

Seminar

Ich bin Teilnehmer auf dem „Progressive Workshop“ in Rosenheim. Ich habe mir mehrere Tage Zeit genommen, um anzukommen. Jetzt sitze ich in einer Halle mit 1400 anderen Menschen aus der ganzen Welt. Es wird ein dichtes Programm. Alles wird erklärt. Alles hört sich schlüssig an. Vielen ist konfrontativ. Die Präsenz von Dr. Joe ist überzeugend.

Er selbst hatte vor Jahren einen Radunfall. Jeder Chirurg, den er konsultierte, empfahl ihm, eine Operation in Kauf zu nehmen und sein Rückgrat mit Eisenplatten versteifen zu lassen. Doch er lehnte ab. Er brachte es nicht fertig und begab sich mit Hilfe von Freunden auf einen eigenen Weg der Genesung. Er heilte, bewegt sich heute wieder normal. Während dieser Zeit lernte er an sich selbst die Grundlagen über die Funktion und die Bedeutung seines Geistes und er verfeinerte seinen Umgang über die Jahre. Unzählige Menschen haben bei ihm Heilung erfahren. Er unterrichtet und forscht weiter an der Beziehung zwischen Geist und Körper.

Aussichten

Für mich geht es darum, weiter offen zu bleiben und konsequent in meinen Bemühungen. Ich bin gut aufgestellt und arbeite jeden Tag ein bisschen mehr an meiner Gesundheit. Es ist nicht immer leicht – ein Ringen. Und gleichzeitig weiß ein Teil in mir, dass Alles möglich ist.

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