Evolution der Menschheit

an einem neuen Wendepunkt

HOMO ERECTUS – Reconstructed head of a Homo erectus female at the Smihtsonian Museum. By reconstruction by John Gurche; photographed by Tim Evanson [CC-BY-SA-2.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons – CUEVA MANOS – By Mariano (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons – INSCRIPTION OF XERXES – John Hill [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons – Space Shuttle: NASA

Die Menschheit hat in den vergangenen Jahrhunderten viel erreicht und ist durch viele Szenarien des Wandels und Übergangs gegangen. Die Dokumentationsreihe Mankind – The story of all of us widmet sich den Ereignissen der Geschichte und zeichnet das Bild einer Spezies, die unter den widrigsten Bedingungen höchste Leistungen erzielt hat.

Nur wenig taucht von dieser wunderbaren Rasse in den Massenmedien auf. Konsum, Unterhaltung und Sex regieren unser Verhalten. Das war wohl auch in vergangenen Epochen so. Und trotzdem blitzt zwischen den Machtmaschinerien von Berichterstattung, Social Media und Kapital immer wieder der Funke einer Kraft durch, die wir scheinbar vergessen haben – die Evolution.

Bei genauerem Hinschauen wird klar, dass wir dieser Kraft gar nicht ausweichen können. Vielleicht ist es die Kraft, die seit Jahrtausenden den Kosmos in Bewegung hält, Erfahrung ermöglicht und neue Varianten im Lebenszyklus ermöglicht. Nie war diese Kraft deutlicher zu spüren als heute. All die Krisen, die vor der Haustür unserer modernen Zivilisation stehen, zeigen, dass wir uns weiterentwickeln müssen, dass das Leben bei unseren Errungenschaften nicht halt macht. Es fordert uns auf. Es will mehr Wachstum – allerdings nicht in der Form, die wir seit geraumer Zeit praktizieren.

Wissenschaftler haben diesem bevorstehenden Zeitalter einen Namen gegeben. Sie sprechen vom Anthropozän: dem Zeitalter des Menschen. Der wesentliche Unterscheid im Vergleich zu früheren Epochen ist, dass der Mensch maßgeblich in den Ablauf der Evolution eingreift.

© Willkommen im Anthropozän (German version) from WelcomeAnthropocene on Vimeo.

So gibt es inzwischen tausende von Netzwerken überall auf der Welt, die sich für einen Wandel im Verhalten der menschlichen Spezies auf dem Planeten Erde einsetzen: Umsonstläden, Permakultur, Transition Towns, Lebensgemeinschaften und Ökodörfer. Pioniere und Visionäre glauben auch, dass ein neues Bewusstsein erforderlich ist, um den bevorstehenden Evolutionssprung zu vollbringen.

Irgendwo wartet ein Evolutionssprung auf uns …
… und es liegt an uns, diesen zu visualisieren.

Mehr dazu unter SDSN EDU

Um wirklich nachhaltig eine Veränderung auf dem Planeten zu bewirken, braucht es neue Denkmodelle und eine neue Weltsicht. Diese Weltsicht entsteht durch die Geschichten, die wir uns erzählen. Die Gemeinschaft der Findhorn Foundation im Norden Schottlands hat den New Story Hub ins Leben gerufen, um sich der Erforschung dieser neuen Geschichte zu widmen. 2014 hat die Stiftung den New Story Summit ausgerichtet. Daraus entstand 2016 der New Story Film.

© Trailer – New Story Film von New Story Hub on Vimeo.

Während des Treffens des New Story Summits war spürbar, dass selbst die Modelle von Gruppenbegleitungen einem Wandels unterliegen und sich Pioniere andere Formen der Erfahrungen und des Austauschs wünschen.

Wir erzählen uns neue Geschichten.

Mehr dazu unter http://newstoryhub.com

Auch die Hopi-Indianer erzählen sich von einer neuen Geschichte und sehen eine Zeitenwende auf uns zukommen. Wann diese exakt stattfindet soll, variiert. Interessant ist, dass in den meisten Prophezeiungen von LOSLASSEN gesprochen wird. Etwas ALTES will gehen, bevor das NEUE in die Welt kommen kann. Im Folgenden der Aufruf der Hopi:

Wir befinden uns in einem reißenden kosmischen Fluss.
Dieser ist so stark und mächtig,
dass ihn viele Menschen fürchten werden.

Sie werden versuchen, sich am Ufer festhalten.
Sie werden auch das Gefühl haben,
auseinander gerissen zu werden und
werden aus diesem Grund auch sehr leiden.

Wisse, dass der Fluss seine Absicht und sein Ziel hat.

Die Weisen der Hopi-Indianer rufen dazu auf, sich vom Ufer loszulösen
und in die Mitte des Flusses reißen zu lassen.

Wir sollen unsere Häupter über dem Wasser halten,
um den Blick für jene freizuhalten, die wie wir selbst
mit Vertrauen und Freude im Flusse treiben.

In dieser Zeit sollten wir nichts persönlich nehmen
und auf uns alleine beziehen. Tun wir das dennoch,
beginnen wir unsere spirituelle Reise und unser Wachstum zu blockieren.

Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei.
Orientiert euch an der Gemeinschaft, an den Mitmenschen.
Streichen wir doch das Wort ‚Kampf’ aus unserem Vokabular,
aus unserem Bewusstsein.
Alles, was wir im Alltag machen,
sollte als heiliger Akt betrachtet werden.

Suche keinen Führer abseits deiner selbst.
Gewinne deine eigene Kraft zurück
und erhalte sie für deine Entwicklung.

Es gibt keine Landkarten mehr,
keine Glaubensbekenntnisse und keine Philosophien.
Von jetzt kommen die Anweisungen geradewegs aus dem Universum.
Der Plan wird offenbar, Millisekunde auf Millisekunde,
unsichtbar, intuitiv, spontan, liebevoll.

Gehe in deine Zelle und deine Zelle wird dich alles lehren,
was es zu wissen gibt.

Auf in eine gemeinsame Zukunft …

Mitakuye Oyassin
– Für alle meine Verwandten