Juni 2018

Plasmafelder

Rückkkehr zur Quelle

Das Feld

Es braucht keine besonderen Vorbereitungen, um den Effekt des Feldes zu spüren. Das erste Gefühl: es wird kühler in bestimmten Körperregionen. Die Entwickler der Plasmafeld-Maschine führen das auf die Umkehr des Entropiegesetzes zurück. Sie sprechen von neg-entropisch wobei „neg“ für negativ steht. Anstatt also Wärme zu erzeugen, wie es die meisten entropischen Zerfallsprozesse tun, entsteht in einem neg-entropischem Feld anstelle von Chaos (=Wärme) Ordnung.

Ich fühle mich in Empfang genommen. Ich habe die Augen geschlossen und spüre in mich hinein. Es ist wie ein Heimkommen. Ich höre mich sagen, dass das wohl die Medizin der Zukunft sein wird. Das Feld hat eine stärkende Wirkung auf mich. Den kühlenden Effekt spüre ich am deutlichsten an meinem Kopf. Der Bereich um das Zwerchfell fühlt sich verletzt an. Die Füße sind eiskalt. Manchmal reagiert das Feld und bricht in sich zusammen, dann ändert Christine die Frequenz und ich spüre wieder Stabilisierung. Ich fühle mich sehr verbunden und aufgehoben hier. Ich muss nichts besonderes tun, nicht an mir arbeiten:

Ich darf einfach sein. Ich darf annehmen. Ich spüre mich als Teil des Ganzen.

Normalerweise sind etwa 3 Minuten Therapie am Tag ausreichend um einen Effekt zu spüren. Ich werde die kommenden drei Wochen jeden Wochentag ca. 15 Minuten in dem Feld verbringen. Es fühlt sich stimmig an.
Christine erzählt mir von einer Schweizerin, die mit der Behandlung von Brustkrebs geheilt wurde. Bei einer anderen Klientin hat das Feld eine starke Innenschau hervorgerufen und in Folge dessen zum Wunsch nach ausgiebiger Vergebung unter ihren Familienangehörigen geführt. Eine Heilung auf körperlicher Ebene ist in ihrem Fall nicht eingetreten – doch die Frau konnte in Frieden sterben.

Die Wahrnehmung öffnet sich.

Christine und ich nutzen den Raum, der entsteht, um in verschiedene Ebenen hinein zu spüren. Da gibt es die körperliche und die emotionale Ebene, die astrale, spirituelle und kristalline Ebene. Ich bekomme Visualisationen mit auf den Weg, die ich nachmittags am Strand praktiziere.

Es gibt wirklich nichts zu tun.

Über die Tage spüre ich, wie ein ganz anderer Prozess im Hintergrund läuft. Ich komme und gehe in ein Feld, das für mich Heimat ist. Es ist gefühlt und sofort da, wenn ich meinen Fokus darauf lenke. Es durchdringt meinen Körper, weil da keine wirklich feste Materie ist. Dieses Feld ist – ganz einfach. Und in diesem Feld tauchen alle mögliche Arten von Zuständen auf. In Meditationen hatte ich immer wieder Zugang. Doch damals war ich der Beobachter von Gedankenformen und Gefühlen. Jetzt weben sich Subjekt und Objekt ineinander. Es fühlt sich an wie etwas „Alles durchdringendes“ und es ist ist eine neue völlig neue Wahrnehmung von mir selbst. Ein ganzer Kosmos öffnet sich vor meinen Augen und dieser Kosmos ist mein Organismus – lebendig und in stetiger Anpassung begriffen.

Die Blaupause

Wo ist nun in alle dem das Bild meines Sein? Wo ist Krankheit? Es ist schwierig, Etwas zu greifen, da alles in Bewegung ist und doch scheinen die Symptome gleich zu bleiben. Besonders der Schwindel ist stark. Ich nehme nach wie vor die Interferon-Spritzen und ich spüre, wie all das Etwas macht mit diesem lebendigen System, in dem mein Bewusstsein umher wandert. Wieder bin ich nur Beobachter und spüre den Kampf eines Systems, im Gleichgewicht zu bleiben, bzw. das Gleichgewicht wieder zu finden. Ist das der Punkt, den ich anstrebe? Ich spreche von Gesundheit und Heil-werden und spüre inzwischen sehr deutlich, wie meine Handlungen, meine Gedanken und Gefühle, eine Wahrnehmung meines Seins beeinflussen und steuern. Es scheint, wie wenn sich hier ein Blueprint – eine Blaupause – präsentiert, die wie ein Kreisel ständig in Bewegung ist und durch neue Gedanken/Gefühle in Gang gehalten wird.

Wo also eingreifen – auf dieser subtilen Ebene? Mit den Medikamenten, die ich verordnet bekommen habe, kann ich einiges steuern. Dieses System meines Sein entzieht sich der Kontrolle. Ich kann bemerken und loslassen – nicht reagieren, nicht aufbauschen – still werden. Dieses wabernde Etwas fühlt sich unmöglich nach meiner Blaupause an und wenn ich versuche, etwas dazu zu geben oder etwas wegzunehmen, spüre ich wie klein mein Aktionsradius wirklich ist.

Alleins

Dahinter liegt ein Wasser, das nicht aufgewühlt ist. Ich habe Angst, zur Ruhe zu kommen. Ich bekomme Einblicke in dieser Zeit. Ich fühle, dass mein Sein nicht getrennt ist von diesen großen Wassern des Seins. Mein Kopf rauscht. Die Fragen nach „Gesundung“ begleiten mich immer mehr ohne Wirkung. Mein Verstand deutet, erforscht und erklärt – und gibt auf. Ich erwarte immer noch und spüre „scheinbar“ keine Änderung.

Mit den Tagen fühle ich immer deutlicher das Einssein mit dieser Quelle, die ewig ist und von der Etwas in mir nicht getrennt ist. Hier wirken andere Gesetze und mächtige Kräfte, vor denen ich mich nur verbeugen kann. Ich gleite vielmehr immer mehr hinein in diese Zustände der Wahrnehmung. Ich bade darin und lasse geschehen. Ich spüre, dass der Schleier der alltäglichen Wahrnehmung gewollt ist und dass es keinen Weg gibt, mit dem Willen und dem Verstand in dieses Mysterium zu gelangen.

Ich spüre Verlangsamung und noch einmal Verlangsamung. Christine nennt mich jetzt liebevoll eine „Schnecke“ und genauso fühle ich mich. Vor diesem Wahrnehmungshorizont sind die drei Wochen sehr schnell verstrichen. Christine ist zufrieden: mit der Maschine, mit mir und sich selbst. Ich werde ihr schreiben, wohin sich die Schnecke getastet hat und bin mir bewusst, dass auch diese Erfahrung nur ein Teilstück war auf meiner Heilreise.