Persönliche Erfahrung mit der Polycythaemia vera

Jede persönliche Erfahrung mit der Polycythaemia vera ist sehr, sehr individuell. Ich hatte mich wegen einer wiederkehrenden plötzlichen Drehschwindelattacke beim Hausarzt vorgestellt. Erst hieß es, dass das wohl einfach nur ein Verspannungssymptom sei und ich bekam eine homöopathische Spritze. Nach weiterem dreimaligen Auftreten des Vertigos und immer kürzer werdenden Abständen wurde mein Fall intensiver beleuchtet.

Ich stellte mich zunächst bei HNO, Augenarzt, Neurologen und Orthopäden vor. Ein MRT wurde von meinem Schädel gemacht. Alle Untersuchungen deuteten auf einen gesunden Körper hin. Erst nach einer weiteren schweren Schwindelattacke in Stockholm mit Übelkeit und Erbrechen, nahm sich ein Arzt für eine ausführlichere Untersuchung Zeit. Bei einem genaueren Blick auf die Blutwerte wurde ein erhöhter Hämatokrit festgestellt. Desweiteren ergab eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums eine Vergrößerung der Milz und der Leber.

Diese Untersuchungen lenkten den Verdacht erstmals auf eine Bluterkrankung. So wurde ich schließlich zum Hämatologen überwiesen, der mir nach Abfrage einiger wichtiger Eckdaten zu einer Knochenmarkspunktion riet. Vorsorgehalber wurde ich sofort in den Therapieraum gebracht. Dort wurde ein Aderlass eingeleitet. Zur Knochenmarkpunktion willigte ich ebenfalls ein. Bei dieser ambulanten Operation wird eine Probe des Knochenmarks aus dem Beckenknochen entnommen und zur GEN-technischen Analyse geschickt. Zusammen mit einer speziellen Blutuntersuchung, der Feststellung einer JAK2-Mutation, war das Ergebnis die bekannte Diagnose: „Polycythaemia vera“.

Noch einmal: Jede Erfahrung mit der Polycythaemia vera ist sehr individuell. Ich stelle daher im folgenden Blog nur meine persönliche Geschichte dar.

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