Quelle: https://www.start.umd.edu/gtd/

Wächst der TERROR in der westlichen Welt?

Es sind schreckliche Bilder, die sich uns in den Medienberichten aus Brüssel in den letzten Tagen darstellen. Zu nah ist die Erinnerung an die Terroranschläge in Paris im vergangenen Jahr. Damals wurde der Ausnahmezustand verhängt und das erste Mal sah ich auf Facebook die Bekundung von Beileid auf unzähligen Avataren der weltweiten Social Media Plattform: die französische Fahne.

Wichtig mag es da sein, neben all den Emotionen und dem Aufbrausen der Medienberichterstattung einen Blick auf die Fakten zu werfen. Oliver Wietlisbach tut das für WATSON in seinem Artikel Die vergessenen Jahre des Terrors und kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis:

Der Terror verlagert sich in den Balkan.

Dabei greift er Daten von der Global Terrorism Database auf und ruft den Nordirlandkonflikt, Anschläge im Baskenland und die dunkle Zeit der Roten-Armee-Fraktion in Deutschland ins Gedächtnis.

Medienberichte, die von Terror berichten, haben die Angst auf ihrer Seite und setzten darauf, Aufmerksamkeit zu gewinnen. An den Tagen der Katastrophen verschiebt sich das schon bestehende Ungleichgewicht zwischen der Drama-Berichterstattung und den positiven Nachrichten ins Extrem.

Wenn sich die Aufmerksamkeit von Nationen auf TERROR richtet, was kreieren wir dann in diesem Moment für eine Weltsicht? Werden wir dann nicht zu Opfern einer unkontrollierbaren Macht, die den Namen TERROR trägt? Diese Nachrichten sind von Ohnmacht begleitet, in der die Bemühungen des Einzelnen für eine bessere Welt völlig verschwinden. Welche Rolle spielen wir aber in dieser neuen, durch das Internet so vernetzen Welt? Mein erster Eindruck ist, dass wir immer mehr unsere Lesegewohnheiten verändern können und auf unterschiedliche Nachrichtenkanäle zugreifen können, die die Welt anders darstellen und die einen anderen Fokus auf die Entwicklung der Spezies Mensch legen.

Verse aus der Dhammapada – einer Sammlung von buddhischten Weisheitstexten – drücken aus, was Wahrnehmung mit uns macht:

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt. […]
Dhammapada

Inzwischen liegt es an uns, welche Nachrichten wir verdauen und wir müssen uns nicht abgekoppelt fühlen, wenn wir bestimmte Medienkanäle nicht mehr nutzen. Wir können aber auch ganz anders mit diesen Nachrichten umgehen. Sie könnten uns trainieren, mit Mitgefühl auf die Dinge zu antworten, die im Wandel passieren – Mitgefühl mit den Opfern, Mitgefühl mit Tätern und Mitgefühl mit allen, die in bestimmten Situationen involviert sind und nach Lösungen und den richtigen Umgang mit diesen ringen.