Über mich

Zwei Bereiche meines Lebens suchen einander. Es ist ein alchemistischer Prozess. Es scheint, als wollen Wasser und Feuer eine Verbindung eingehen.

Der eine Lebensbereich ist

Medien, Kreativität, Gestaltung und Kommunikation

Der andere Lebensbereich ist

Psyche, Seele und Bewusstsein

Beide Felder haben mich mein Leben lang begleitet.

Wenn ich heute auf das Jahr 2008 zurückschaue, dann sehe ich in diesem Zeitraum einen tiefgreifenden Wendepunkt in meinem Leben. Ich kann schwer sagen, ob es die globale Finanzkrise dieser Zeit war, die einen Riss in das Bild meiner bis dahin heilen Welt zeichnete, oder ob es einfach nur ein Gefühl – die Ahnung eines bevorstehenden Wandels – war.

Ich hatte mein Studium zum Maschinenbauer erfolgreich abgeschlossen und arbeitete seit mehr als 16 Jahren beim Fernsehen.

Ich erinnere mich, dass mich ein Satz von Lynne Twist auf einem Seminar der von ihr gegründeten Pachamama Alliance nicht mehr loslies. Die Schamanen des Stammes der Achuars im Regenwald des Amazonas hatten sich zurückgezogen, um Informationen über die Zukunft des Regenwaldes zu erhalten.

[… Die Achuars sagten, …] dass wenn wir den Regenwald dauerhaft schützen wollten, wir auch in unserem Teil der Welt arbeiten müssten. Wie sie es uns ausdrückten – wir müssten den Traum des Nordens ändern – den Traum der modernen Welt – ein Traum, der gegründet ist auf Konsum und Anhäufung ohne jede Rücksicht auf die Folgen für die Natur oder auf die Folgen für unsere Zukunft.

Lynne Twist – Co-Gründerin der Pachamama-Alliance

In diesem Moment war eine Fragestellung in mir erwacht, die mich fortwährend beschäftigen würde.

Es ist die Frage nach dem Menschsein in der modernen Welt.

Zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass ich mich seit geraumer Zeit mit Bewusstsein beschäftigt hatte. Instinktiv hatte ich Seminare und Ausbildungen besucht, auf die ich nun bauen konnte. Ich begann, mich und meine Umwelt kritischer zu sehen. Ich ging auf Pilgerreisen, um mir ein Bild von der Welt zu machen. Ich begann, eigene Dokumentationen zu drehen und zu vermarkten.

Ich folgte einem Weg, der mit der Diagnose einer chronischen Bluterkrankung scheinbar endete. Hatte ich etwas übersehen? Ich musste behandelt werden und wurde aus meiner Bahn gerissen. Anfänglichen Schwindelerscheinungen folgten Müdigkeit bis hin zu Lähmungserscheinungen. Ich fiel aus dem gesellschaftlichen Kontext und konnte meiner Arbeit nicht mehr nachgehen. Ich war auf die Unterstützung meiner Partnerin angewiesen und lebte von Ersparnissen.

Heute kann ich sagen: „Ich habe überlebt!“ Ich habe einen anderen Blick auf das Leben. Vielleicht ist es die Erkenntnis meiner begrenzten Lebenszeit, die mich anders bewegt. Vielleicht sind es die Erfahrungen der letzten zehn Jahre, die mir einen neuen Blick auf die Bandbreite des menschlichen Erlebens aufgezeigt haben. Ich habe Mitgefühl und Demut gelernt und kann mit Gewissheit von Dankbarkeit sprechen, wenn ich an die vorangegangene Bewusstseinsschulung denke – eine Vorbereitung auf das, was noch kommen sollte. Mein Erleben hat sich vertieft:

Ich habe Bewusstsein erforscht und bin meinem Lebensweg treu geblieben.

Gerade jetzt will ein neues Lebenskapitel geschrieben werden. Meine alte Persönlichkeit kann ich wegen der Einnahme von Medikamenten nicht mehr leben. Inzwischen ist das ok für mich. In dieser neuen Phase, die ich bisher nur erfühlen kann, bewegt mich ein gewachsenes Potential an Erfahrungen, das in die Welt will und mein Selbstbild neu definieren wird.

Begleitet wird dieser Prozess von einer scheinbar unlösbaren Fragestellung:

Wie bringe ich das Leben eines Filmemachers mit einer Bluterkrankung zusammen.

Wie ein Koan sperrt sie mein analytisches Denken und öffnet den Raum für neue Offenbarungen. Die Antwort will erlebt und durchlebt sein. Andere Fragen tauchen auf und beziehen meine Umwelt und meine Mitmenschen ein:

  An welcher Stelle gestalte/n ich/wir die Welt?
  Wo gestaltet die Welt mich/uns?
  Wie sieht meine/unsere Verbindung aus?
  Wo sind meine/unsere Grenzen?

Beginne ich hier den Prozess von Co-Kreation zu erahnen? Wie passen Quantenfelder in diese Fragestellung? Wie mächtig ist unser Geist wirklich? Wie wirkt sich die Sichtweise unserer Individualisierung auf den Gesamtprozess von Schöpfung aus? Wie steht der Mensch heute zu Gott? Welche Auswirkungen hat unser Denken und Handeln auf unsere Umwelt? Welchen Zeitgeist haben wir ins Leben gerufen? Gibt es eine Evolution des Bewusstseins? Wohin gehen wir als Spezies?

Ich bin gespannt, was das Leben für mich bereit hält.

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