Schwammige Diagnostik

Eine weitere Woche seit meinem letzten Aufenthalt in Bad Aibling. Es gibt Neues von den Leitlinien der Ärzte.

Am letzten Dienstag habe ich mich hintereinander bei meinem Hausarzt und meiner Neurologin vorgestellt. Meine Partnerin war dabei.

Mein Hausarzt sagt dazu:

Sie sind von der Borreliose befreit. Die Titer sind etwas gefallen und sie haben das verordnete Antibiotikum (Doxycyclin) genommen. Alles weitere ist eine Serumnarbe.

Im Laborbericht steht:

Keine signifikaten Änderungen im Vergleich zum Vorbefund. Weiterhin kann sowohl eine aktive als auch eine eine zurückliegende Infektion vorliegen. Im Falle einer durchgeführten Antibiose ist zur Beurteilung des Therapieerfolges in erster Linie das klinische Bild ausschlaggebend. IgG-Ak können jahrelang persistieren.

Die klassische Medizin hat mich aufgegeben. Wie so viele andere Borreliose-Patienten komme auch ich in diese Situation. Es gibt Fälle von Borreliose, die erst nach Jahrzehnten zugeordnet werden können. Darunter findet man Borreliosekranke, die Erstdiagnosen von MS erhalten. Das ist wohl das Schlimmste gerade.

Soll ich in dieser Gesellschaft als gesund gelten, obwohl ich so krank wie noch nie bin?

Die Heilpraktikerbehandlung liegt eine Woche zurück. Am Ende ging es hauptsächlich um den Aufbau meiner Kräfte. Die letzten Sitzungen waren dermaßen intensiv, dass ich nicht von der Liege hoch kam.

Gerade liege und schlafe ich viel. Ich nehme die homöopathischen Mittel und hoffe auf Besserung. Ich danke jedem von euch für seine Spende. Ich weiss noch nicht wie es weitergehen soll und ich kann nur dankbar sein, dass ich gerade ein Dach über dem Kopf habe.

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