Chronisch erkrankt

Mit diesem Blog will ich anderen Patienten Mut machen in schweren Zeiten, Erkenntnisse teilen und kleine Erfolge bei meiner Krankheitsbewältigung feiern. Außerdem möchte ich anderen chronisch Erkrankten Kontakt und Austausch anbieten.

Ich hatte mich 2017 entschieden Informationen über die Krankheit Polycythaemia Vera zu sammeln und hier zu veröffentlichen. Mir wurde dieses Krankheitsbild im Oktober 2015 diagnostiziert. Seitdem werde ich als „chronisch krank“ eingestuft. Der Verlauf meiner Erkrankung ist ungewiss.

Aus einer informativen Webseite wurde ein Blog, weil ich selbst über die Jahre von den Berichten und Darstellungen vieler anderer chronisch Erkrankter profitieren konnte. Sie sind mir Stütze und Verständnis gleichzeitig. Auch die Angehörigen der Betroffenen will ich hier explizit benennen, weil sie die mit einer Krankheit verbundenen Symptome oft mehr oder weniger mittragen. Einen herzlichen Dank dafür.

Es ist eine traurige Tatsache, dass man mir die Erkrankung auf den ersten Blick nicht ansieht. Dabei habe ich jede Menge Einschränkungen im Alltag. Meine Leiden sind Fatique, Schwindel und grippeähnliche Symptome. Am meisten macht mir jedoch eine Unbekannte zu schaffen. Ich kann nicht einschätzen, wie sich die körperlichen und psychischen Beschwerden und die Nebenwirkungen der Medikamente in Zukunft ausdrücken werden. Es gibt keine Beständigkeit – oft aber rasante Veränderungen in meinem Allgemeinbefinden.

Elisa, selbst eine chronisch Erkrankte, schreibt in ihrem Blog Lebenstrotz:

Lange krank zu sein beeinflusst alle Lebensbereiche. Es beeinflusst, wie wir die Welt sehen und erleben. Wie andere uns wahrnehmen. Es verändert unser Selbstbild.

Das kann ich bestätigen.

Oft drückt mich die Symptomlast zu Boden. Dann stehe ich trotzdem auf und mache den Haushalt, einen Spaziergang oder Einkäufe. Leicht ist das nicht. Manchmal muss ich kapitulieren und mich wieder hinlegen. Dann braucht es Mitgefühl für mich und meinen Zustand. Es ist eine Kunst, nach einem Rückschlag wieder aufzustehen und weiterzumachen. Es kostet mich viele Neuanläufe. Die Gegenwart zu zelebrieren ist die einzige Art, mit dieser Unbeständigkeit zurecht zu kommen. Vorallem fällt es mir schwer, mein Leiden auszudrücken. Der Blog ist ein Versuch, mich mitzuteilen.

Um Polycythämie verstehen zu können, gibt es inzwischen eine Dokumentation aus Amerika. Andere Menschen finden die Worte, die mir fehlen.

Der Glaube an eine Besserung ist mir wichtig. Ich glaube sogar an Heilung. Es ist nicht die körperliche Heilung, die ich in erster Linie sehe. Ich verfolge einen inneren Heilweg und vertraue darauf, dass damit auch der Körper in Zukunft anders reagieren wird.

Informiere dich gerne auf meinen Seiten über meinen Umgang mit der Erkrankung PV und später auch Borreliose. Hinterlasse einen Kommentar oder schreibe mir über das Kontaktformular.