Leben mit Fatigue

Eine REHA-Maßnahme brachte mir Sicherheit, was mein Handeln im Kollektiv anbelangt. In dieser geschützten Atmosphäre war es mir möglich, mich selbst unter körperlicher und mentaler Belastung auszuprobieren. Die Grenzen meines Körpers haben sich verschoben. Ich muss an ausreichend Flüssigkeit denken und an eine handvoll Medikamente, die mir wie eine Krücke bei einem Beinbruch ein Leben im Alltag möglich machen. Wenn ich diese Anforderungen einhalte, kann ich den Alltag gut bestreiten. Die Nebenwirkungen der Interferonspritzen und die Fatigue, die meiner Erkrankung inne wohnen, lassen sich nicht wegtrainieren.

Sie werden mit der Fatigue leben müssen.

Diesen Satz habe ich von Seiten zweiter behandelnder Hämatologen, meines Hausarztes und eines Apothekers gehört. In einer geschlossenen Facebook-Gruppe von an PV Erkrankten lese ich ebenfalls immer wieder über diese Symptomatik.

Es gibt Möglichkeiten mit der Fatigue umzugehen und dieser Umgang hat seine Grenzen. Sport und Tiefenentspannung sind zwei Beispiele aus der REHA. Schlaf ist am Besten für die Regeneration.

Die beste Nachricht aber bleibt:

Ihre Blutwerte haben ein stabiles Niveau erreicht.

Schon bei Diagnose-Bekanntgabe hieß es vom Hämatologen.

Sie können mit einem normalen Alter rechnen, wenn sie unter Beobachtung bleiben.

Lähmungserscheinungen hatte ich seit der alternativen Behandlung keine mehr und langsam, ganz langsam kommen sogar wieder etwas Lebensfreude und etwas Lebensmut zurück und damit die Lust, am Leben in der Welt teilzunehmen.

Noch einmal kann ich nur ein dickes Dankeschön an meine Partnerin aussprechen, die diese größte Krise in meinem Leben mit mir durchgestanden hat.

Ich möchte Danke sagen all den Freunden, die sich bei mir telefonisch immer wieder gemeldet haben und ein Ohr für meine Situation hatten ohne mich verändern zu wollen. Viele haben mich finanziell in kritischen Momenten unterstützt.

Herzlichen Dank!

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