QUOVADIS?MENSCH

Aufbruch in ein neues Zeitalter

QUOVADIS?MENSCH – ist der Versuch, eine Antwort auf die globale Finanzkrise zu finden, die sich 2008 ereignete, und in mir eine entscheidende Frage aufwarf:

Wohin bewegen wir uns als menschliche Spezies in Anbetracht der zahlreichen Herausforderungen unserer Zeit?

QUOVADIS?MENSCH – ist der Versuch, eine Antwort auf die Reaktorkatastrophe in Fukushima im Jahre 2011 zu finden. Diese Krise warf in mir erneut eine entscheidende Frage auf:

Wohin bewegen wir uns als menschliche Spezies in Anbetracht der zahlreichen Herausforderungen unserer Zeit?

QUOVADIS?MENSCH – ist der Versuch, eine Antwort auf die weltweite Bedrohung der Menschheit durch das Corona-Virus SARS-CoV2 im Jahre 2020 zu finden. Diese Krise warf in mir noch einmal eine entscheidende Frage auf:

Wohin bewegen wir uns als menschliche Spezies in Anbetracht der zahlreichen Herausforderungen unserer Zeit?

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KRISENstimmung

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Die Liste der Krisen in unserer Welt kann mühelos verlängert werden. Wir sehen sie täglich in unseren Nachrichten. Naturkatastrophen, Kriege und Krankheiten sind nichts Neues im Laufe der Menschheitsgeschichte. Allerdings scheinen wir uns statistisch einer Situation zu nähern, die zumindest die kommenden Generationen vor enorme Herausforderungen stellen wird, wenn die Gattung Mensch auf dem Planeten Erde überleben will. Wir befinden uns mitten im sechsten großen Massenaussterben und in Zeitschriften wie der National Geographic wird diskutiert, ob die Gattung der Menschheit überleben wird. Betrachtet man nicht nur die Wirbeltiere, so stellen sich die Zahlen sogar noch drastischer da und das Artensterben von Insekten und Schnecken alarmiert zusätzlich. Inzwischen hat der Klimawandel auch die Industrienationen erreicht. Seine Auswirkungen überrollen in Form von Flutwellen und extremen Hitzeperioden ganze Landstriche. Johan Rockström hat schon vor 10 Jahren ein wissenschaftlich anerkanntes Werkzeug entwickelt, den Klimawandel und die Bedrohung der Stabilität unserer Umwelt zu messen und ihr zu begegnen. Seitdem entfernen wir uns Tag für Tag weiter von Kriterien, die unsere Biosphäre in einem gesunden Gleichgewicht atmen lassen.

Wir haben die Schwelle in ein neues Zeitalter, das andere Forderungen an unser Kollektiv stellt, schon seit der Jahrtausendwende überschritten. Die rasant steigende Bevölkerungszahl im Zusammenhang mit dem Einfluss unseres Wachstumssystems auf die Biosphäre alarmieren. Aufgrund unserer Einflusses auf das gesamte Leben auf dem Planeten Erde haben wir diesem, unserem Zeitalter, einen Name gegeben: das Anthropozän – das Zeitalter, in dem der Mensch die Biosphäre und das Leben auf dem Planeten maßgeblich mitgestaltet. Wir sind ungewollt zu Hauptakteuren entscheidender Veränderungsprozesse auf dem Planeten geworden. Da wir keine natürlichen Feinde haben, die uns wie z.B. in der Tierwelt regulieren könnten, sind wir aufgefordert selbst nach Lösungen zu suchen. Etwas ungelenk gehen wir an diese neue Aufgabe heran – verständlicherweise. Denn diese, unsere Rolle als Gattung, ist neu.

Johan Rockström ist inzwischen geschockt über das Fortschreiten des Klimawandels und lädt uns ein, endlich die Rolle der Stewards für den gesamten Planeten – wie er sie nennt – zu übernehmen.

Klar ist, dass sich das Mensch-Sein auf der Erde verändert hat. Wir werden neue Denkmodelle und eine neue Weltsicht brauchen, die uns angemessen in dieser Welt existieren und handeln lassen. Rockström spricht von einem sicheren Korridor für die gesamte Menschheit.

In der Biologie beschreibt die Populationsdynamik, wie eine Spezies an ihre natürlichen Kapazitätsgrenzen wächst. In diesem Moment beginnt sich die Bevölkerungszahl durch einen Anstieg der Sterberate wieder zu reduzieren. Nach einem Beitrag von Claudia Ehrenstein in der WELT wird das Maximum der Weltbevölkerung für das Jahr 2070 prognostiziert. Bis dahin müssen wir uns an immer wieder stark veränderte Umweltbedingungen anpassen müssen.

Von Bakteriena weiß man, dass sie sich schnell anpassen. Eine besondere Anpassungsstrategie wurde von Wissenschaftlern aus Jena bei Experimenten mit Pseudomonas-Stämmen beobachtet. Diese Bakterien lernten in wenigen Generationen mit zwei vollkommen unterschiedlichen Lebensumständen gleichzeitig klar zu kommen und setzten sich mit diesem „Bet-hedging“ Genotyp in der Population durch. Auch beim Menschen war die Gattung des Homo Sapiens anderen Artverwandten wie dem Homo Erectus und dem Homo neanderthalensis überlegen und sicherte unser Überleben. Er fand sehr wahrscheinlich heraus, wie man auch in Gebirgsregionen überleben konnte.

Die Bibliothek der wissenschaftlichen Erkenntnisse nimmt exponentiell zu. Liest man sich in weitere Forschungsergebnisse unterschiedlichster Wissensgebiete ein, wird deutlich, dass wir uns in einer sehr komplexen Situation mit vielen, sich gegenseitig beeinflussender Variablen befinden. Schnell taucht die Frage auf, ob wir allein mit wissenschaftlichen Methoden die gesamte Tragweite der Herausforderungen, die menschliches Leben auf der Erde in Zukunft haben wird, ermessen können. Lassen sich die vielen kleinen wissenschaftlichen Puzzle-Teilchen zu einem großen Bild zusammenfügen? Brauchen wir dazu die AI – die künstlichen Intelligenz? Es scheint, dass der Begriff der Nachhaltigkeit in unseren Diskussionen sowie die Bemühung eines Wandelprozesses in eine nachhaltige Zukunft mehr an Gewicht gewinnen sollte. Was bedeutet in diesen Zusammenhängen Mensch-Sein heute? Und wie kann der Mensch endlich in ein Zeitalter der Co-Kreation eintreten, in eine Rolle des MITeinanders.

QUOVADIS?MENSCH – ist die Suche nach Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit

Betrachtet man die Reaktionen auf die Flutkatastrophen von 2021 in mehreren Teilen Deutschlands oder die weltweite Angst bis Panik vor den Auswirkungen des Corona-Sars-Cov2 Virus, dann starren wir gefühlt mehr in das Antlitz einer Ohnmacht. All unser Wissen und unsere Vorausschau schützen uns nicht vor den Katastrophen, die immer wahrscheinlicher werden. Möglicherweise haben wir die gefühlte Sicherheit und die scheinbare Kontrolle unserer Lebensumstände schon längst verloren.

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Dem WANDEL begegnen

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Alles wandelt sich ständig.

Ich denke, dass ist eine der einfachsten und unumstösslichsten Tatsachen unseres Daseins. Unsere Körper, die wir als so solide wahrnehmen, verändern sich sekündlich. Zellen sterben und neue Zellen werden gebildet. Die Beziehung, die wir gerade führen, hat sich im Laufe unserer Ehejahre verändert. Im Beruf sind wir möglicherweise aufgestiegen oder haben das Berufsfeld gewechselt. Alles unterliegt einem steten Wandel.

Was aber passiert, wenn wir in kurzer Zeit mit Veränderungen konfrontiert sind, mit denen wir nicht gerechnet haben. Dann können oft traumatische Reaktionen ausgelöst werden. Wir erstarren, flüchten oder ziehen uns zurück. Wenn der Schock abgeklungen ist und unser Leben wieder etwas in seinen eigenen Bahnen läuft, müssen wir uns eingestehen, dass wir die Kontrolle über eine Situation verloren hatten. An diesem Punkt bemerken wir, dass wir Vorgänge in unserer Umgebung nicht immer klar und eindeutig beurteilen – geschweige denn – beeinflussen konnten. Der Schein, unser Leben zu steuern und im Griff zu haben, ist zerbrochen an einer konfrontierenden Beobachtung realer Gegebenheiten.

Bezeichnender Weise konzentrieren sich unsere Medien gerne auf Ereignisse wie das plötzliche Eintreten eines Unfalls im Leben eines Menschen oder einer ganzen Menschengruppe. Damit werden wir unaufhörlich damit konfrontiert, dass unser Leben gefährdet ist und wir gut daran tun, die Kontrolle zu halten. Wenn wir genau auf unsere Körper achten, spüren wir, dass wir auf diese Art von Botschaften von außen reagieren – mit Stress. Jeder potentielle Kontrollverlust löst möglicherweise auch Gefühle von Angst bis hin zu Reaktionen von Panik und/oder Ohnmacht aus.

Oft haben wir keinen Umgang mit einschneidenden Ereignissen gelernt und ignorieren Krankheit und Tod so gut wie möglich. Schnell wird einem Betroffenen vorgehalten, dass er „sein Leben wieder auf die Reihe“ bringen müsse. Trost gibt möglicherweise ein Glaube. Wer Glück hat, dem sprechen Freunde Mut und Hoffnung zu. Unser Denken hat große Mühe, sich neuen Umständen anzupassen. Am liebsten wollen wir zurückkehren in eine Zeit vor der Veränderung, als alles noch irgendwie in Ordnung war. Versicherungen sollen Schaden decken, Regierungen dafür sorgen, dass wir uns sicher fühlen.

QUOVADIS?MENSCH – ist die Suche nach einem Umgang mit Veränderungen

Ich bin ein Bürger aus der westlichen Hemisphäre der Welt. Ich bin wie die meisten von uns in dieser Zivilisation aufgewachsen, die sowohl von Kriegen wie auch von Errungenschaften geprägt ist. Europa war schon immer ein Schmelztiegel der Kulturen. Unsere Art, die Welt zu sehen, betont das Denken. Vieles aber in meinem Leben lässt sich nicht erklären. Anderes passiert einfach. Wie also gehen wir dann mit diesem größten Wandel der Menschheitsgeschichte um?

Wichtig ist, zu betonen, dass die Menschheit schon immer mit Krisen umgegangen ist und viele davon gemeistert hat. Das zeigt unsere Geschichte. Außerdem gibt es bereits viele Entwicklungen und Organisationen, die auf eine nachhaltige, sozial gerechte und spirituell erfüllende Zukunft für die kommenden Generationen hinarbeiten. Dazu gleich mehr.

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