QUOVADIS?MENSCH

zwei Filme und ein Buch
über eine Pilgerreise
ins Mensch-Sein

Will ich die Herausforderungen unserer Zeit überhaupt noch einmal benennen? Schwingen sie nicht ständig in den Herzen der Menschen? Sind wir uns nicht tief Innen bewusst, dass es um das Überleben einer Spezies – unserer Spezies – geht?

2008 sprach man das erste Mal von einer globalen Finanzkrise. Inzwischen ist mehr wie ein Jahrzehnt vergangen – genügend Zeit, um sich ein genaueres Bild von der Weltsituation zu machen und die Entwicklung einzuschätzen. Inzwischen stehen auch die jungen Menschen auf und gehen auf die Straße. Aktion erwarten sie auf globaler und lokaler Ebene. Debattiert wurde viel. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Wissenschaftler benennen sie: Risikoeinschätzung beim Klimawandel, Artensterben und Übersäuerung der Meere.

Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für globale Umweltveränderung stellt in seinem Gutachten „Unsere gemeinsame digitale Zukunft“ von 2019 fest, dass die Digitalisierung schon jetzt eine ähnlich tiefgreifende Veränderung in der Gesellschaft bewirkt hat, wie die industrielle Revolution vor einem Jahrhundert. Außerdem verschlingen die Datenträger und Computer eine Menge Energie, was sich negativ auf die Ökobilanz auswirkt. In wissenschaftlichen Kreisen fragt man sich, wie man den transformatorischen Prozess mehr in Richtung Nachhaltigkeit lenken kann. Dabei tauchen vor allem ethische Fragen auf. Wie sieht eine neue, globale Ethik – besonders auf dem Gebiet unseres Wissens, Denkens und unserer Kreativität aus?

Über 10 Jahre beschäftige ich mich mit dem Wandel in der Zeit und stehe vor persönlichen Herausforderungen. Ich fühle mich nicht allein damit. Oft frage ich mich, wohin wir als Menschheit steuern:

QUOVADIS?MENSCH

Ich hatte 2008 beschlossen, den Zeitgeist zu erforschen. Bewusst hatte ich mich von den Massenmedien abgewandt und mich auf eine innere wie äußere Reise quer durch Europa begeben. Ich habe auf die Menschen von Europa geschaut, habe gesellschaftliche Strömungen verfolgt und mich mit offenem Geist und Herzen auf das eingelassen, was mir meine Intuition als Weg aufzeigte. Ich tat meine ersten Schritte auf dem Weg eines Pilgers – eine Reise ins Unbekannte im Vertrauen auf etwas Größeres.

Ich entdeckte einen Übergang in eine neue Art des Seins. All die Krisen stellten sich mir als Herausforderungen im menschlichen Miteinander dar. In seiner Essenz wurde ich aufmerksam auf die Frage nach dem „wahren“ Menschsein hinter unseren Rollen. Das ließ sich nicht einfach erklären, sondern wollte erforscht und gespürt werden.

Ich lernte über kollektive Energiefelder und persönliche Glaubensbekenntnisse. Ich erkannte den Wandel in der Einfachheit des Alltag und in den großen Zyklen ganzer Epochen menschlicher Existenz. Ich spürte die Angst vor Übergängen in etwas Neues bei mir und in Gemeinschaften. Ich bekam Einblicke in die Macht von Visionen und nahm teil an Gruppenprozessen, die unsere Verbundenheit mit allem Lebendigen unterstrichen. Hinter all den Erfahrungen erkannte ich eine tiefere Kraft am Wirken, die immer deutlicher auch eine spirituelle Dimension annahm. Fast fühlte es sich an wie eine natürliche, fast persönliche Aufforderung oder Einladung an jeden Einzelnen von uns, Schritte zu tun in etwas Neues – möglicherweise noch nie Dagewesenes – vor dem Hintergrund der Globalisierung unserer Welt.

Wir sind die Kinder eines Zeitalters, das vom Menschen geprägt wird wie nie zuvor – dem Anthropozän. Globalisierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind seine Schlagworte. Am Ende werden wir einen Weg finden wie wir mit den Veränderungen umgehen. Wie alle Lebensformen werden wir uns vor allem anpassen und gesunde Grenzen akzeptieren lernen.

Meine Pilgerreise in Form von zwei DVDs ist das persönliche Zeugnis eines ganz persönlichen Aufbruchs in den Zeiten des großen Wandels. Wo ist Gott? Was ist die Rolle des Menschen? Das sind meine Fragen auf dem Weg. Wir sind in Entwicklung und Teil dieser großen Evolution des Lebens und des Kosmos. Hier verschmilzt auf fast mysteriöse Weise das Persönliche mit dem Überpersönlichen und dem Kollektiv.

Um meine Erfahrungen in einem Satz bildhaft zu beschreiben, würde ich sagen:

Es gibt die Hoffnung, dass hinter der Transformation der Raupe, ein Schmetterling wartet.

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